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Eine kleine Zeitreise mit Musik

01.04.2019 Schüler/innen und Lehrer versammelten sich am 27. Februar 2019 in der Aula C, der Beamer ging an und es wurde dunkel. Nun tauchten die Zuschauer gemeinsam mit Charles Chaplin in das Jahr 1923 ein.

Zu sehen gab es die US-amerikanische Stummfilmkomödie „Der Pilger“ von und mit Charles Chaplin. Das Besondere daran war die begleitende Orgelmusik, bzw. Stummfilm-Improvisation, die zu dieser Komödie live von Paul Fasang gespielt wurde. Der Film handelt von einem aus dem Zuchthaus entkommenem Häftling, der auf seiner Flucht Kleidungsstücke eines Geistlichen stiehlt und fortlaufend für einen Pfarrer gehalten wird. Nun muss er in die Rolle des neuen Predigers eintauchen. Dabei muss er auch dessen Aufgaben übernehmen, die er weniger professionell, sondern eher lustig und pantomimisch erfüllt. Zeitgleich begleitete Paul Fasang die Komödie auf der Orgel.

Durch die Musik der Orgel konnten die Zuschauer den Film viel intensiver wahrnehmen. Die treffende und gelungene Wahl der Improvisationen vermittelte außerdem die im Film auftretenden Emotionen, Gefühle und Ausdrücke. Fröhliche Lieder mit kurzen, schnellen und Staccato-Noten überbringen auch die wichtigste Emotion der Komödie: die Freude.

In der zweiten Hälfte - in der Kompositionen von Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn, Robert Schumann, Felix Mendelssohn und Hans-André Stamm auf dem Programm standen - durfte ich Paul Fasang während seines Auftritts auf der Bühne neben der Orgel begleiten, um die Noten umzublättern. Ich konnte dabei zuschauen, wie durch das Drücken von zahlreichen Tasten und Pedalen wundervolle Musik entstand. Es war faszinierend, dabei zuzusehen, wie dieses Instrument überhaupt funktioniert und worauf man beim Spielen achten muss. Auch während des Spielens wurden Knöpfe gedrückt, Hebel gezogen usw. Nicht nur die Hände und Finger, sondern auch die Füße wurden zum Spielen, zum Drücken von Pedalen eingesetzt. Nicht zu unterschätzen ist natürlich auch die Größe des Instruments.

Paul Fasang hat die Zuschauer mit seinem Können begeistert und staunen lassen. Mit bereits sechs Jahren begann bei ihm das Klavierspiel und mit zwölf Jahren das Orgelspiel. Im Alter von 16 Jahren bestand er die Aufnahmeprüfung als Jungstudent im Fach Orgel an der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf. Er absolvierte zahlreiche Prüfungen mit Erfolg und die letzte sogar mit Auszeichnung. Heute gibt er Orgelkonzerte in Europa (Deutschland, Ungarn, Frankreich) und in den USA. Sowohl am Klavier, als auch an der Orgel tritt er mit professionellen Musikern als Solist auf.



Elisabeth Bilous